

Rein äußerlich ähneln diese glorreichen Acht den Stadtsoldaten in ihren schmucken Uniformen – mit Dreispitz, Jacke, Reiterhose und Stiefeln. Doch die blau-rot-goldenen Soldatinnen machen ihr eigenes Ding. Die Schääl-Sick Mädsche 2010 e.V. sind die Innovation dieser Session – gegründet zur Pflege eines uralten Beueler Fastnachtbrauches.
1824 entstand die älteste rheinische Weiberfastnacht auf der schääl Sick. Um sich der Drangsalierung ihrer Männer zu erwehren, erhoben sich die Möhnen in karnevalistischer Tarnung zu einem beispiellosen Akt der Solidarität. Heute noch werden – schnipp, schnapp – die die Schlipse gekappt, um die Rangordnung auf den Kopf zu stellen. Lachen, tanzen und bützen dürfen an Weiberfastnacht ZUERST die Frauen.
Aktuell verkörpert niemand besser als die Schääl-Sick Mädsche den Spagat zwischen Tradition und Innovation.Da machen die Herren der Schöpfung (und des Elferrates) gerne mal einen Tag Platz auf dem Blauen Regierungskanapee. Tradition und Frauenpower nehmen Platz bei SWB Energie und Wasser.(sst)